Bilder: Martin Hütt.
ARCHIV
Heiteres Neujahrskonzert im 'Ausweichquartier'
Gummersbach - Zum Neujahrskonzert unter dem Motto Oper-rette sich, wer kann! hatte der Quartettverein Die Räuber in die Aula des Lindengymnasiums eingeladen.
Von Ursula HüttAls Ersatz für das beliebte und stets sehr gut besuchte Silvesterkonzert der Räuber, das immer im zurzeit geschlossenen Stadttheater stattfand, bot der Quartettverein unter der Leitung von Gus Anton den Besuchern in der Aula des Lindengymnasiums in der Moltkestraße ein beschwingtes und spritziges Neujahrskonzert - getreu dem Motto Oper-rette sich, wer kann!. Und so wurden die Gäste mit einem Prosit Neujahr der Sänger begrüßt, obwohl seit dem Jahreswechsel schon ein wenig Zeit ins Land gezogen ist. Der Auftritt war geprägt von einer Mischung aus Bekanntem und weniger Bekanntem aus Walzer, Marsch, Musical und Operette. Am Klavier begleitete Sigrid Althoff. Neben den Sängern sorgte auch die Gastinterpretin Vera Fischer für ein gelungenes Konzert. Die erste Hälfte verging wie im Flug.

[Gus Anton dirigerte wie gewohnt.]
Nach der Pause erfolgte die Ansprache des Bürgermeisters Frank Helmenstein. Er blickte auf die angestrebten Projekte, zu denen auch das Theater zählt. Die Sanierung des Bühnenhauses wurde als Projekt zur Regionale 2025 angemeldet. Die Stadt hat hiervon bereits profitiert, als Geld für die Renovierung der Vogtei bewilligt wurde. Außerdem steht die Renovierung des Bismarckplatzes an und in Derschlag soll ein neuer Busbahnhof entstehen. Auf dem Steinmüllergelände wird im nächsten Monat das Kino eröffnet und ein Hotel ist ebenfalls in Planung. Helmenstein: 2019 wird ein arbeitsreiches Jahr."
Im zweiten Teil hörten die Besucher zunächst den Deutschmeister Regimentsmarsch von W. A. Jurek. Stimmgewaltig sang der Tenor Stefan Lex, der zudem in der Rolle des Moderators überzeugte, Ein Lied geht um die Welt von Hans May. Die Besucher warteten schon gespannt auf den nächsten Sketch. Das Schwips-Lied von Johann Strauß, brillant interpretiert durch die Sopranistin Vera Fischer, zeigte auch ihr schauspielerisches Talent, als sie angeheitert mit einer Flasche Sekt über die Bühne schwebte. Zum Schluss stand der bei Neujahrskonzerten traditionell gespielte Radetzky-Marsch auf dem Programm, bei dem das Publikum im Takt mitklatschte.