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Streit um Sanierung des Berufskollegs
Oberberg SPD und Grüne kritisieren den Kostenaufwand der geplanten Baumaßnahmen am Schulgebäude in Gummersbach-Dieringhausen.
Uneinigkeit herrschte gestern im Kreisausschuss zum Thema Sanierung und Erweiterung des Berufskollegs Gummersbach-Dieringhausen für rund 9,5 Millionen Euro. Schon im Bauausschuss wurde der entsprechende Beschluss gegen die Stimmen von SPD, Grüne und Linke mehrheitlich gefasst. Zwar sprachen sich alle Fraktionen gestern für die Baumaßnahmen aus. Doch SPD und Grüne kritisierten den Kostenumfang. Was wir brauchen ist ein reines Funktionsgebäude und keine Nobelausführung. Der Plan sollte überarbeitet werden, um Kosten zu sparen, sagte Jürgen Paul Rogowski (SPD). Die Kritik richtete sich insbesondere gegen das Fassadenmaterial und die Platzierung des Konferenzraumes im vierten Obergeschoss. Der Bedarf an Notauswegen würde in diesem Fall erheblich steigen, begründete Rogowski.CDU und FDP teilten diese Meinung nicht. Die Schule hat schon erhebliche Abstriche machen müssen. Im Detail gibt es sicherlich noch ein paar Punkte, über die wir noch reden müssen, aber mit diesem Entwurf ist ein guter Kompromiss gefunden worden, meint Reinhold Müller (FDP). Auch Peter Biesenbach (CDU) verteidigte den Sanierungsplan. Er bezeichnete das Fassadenmaterial als wirtschaftlich. Bei der Wahl eines anderen, müssten wir die Fassade nach zehn Jahren wieder neu sanieren, so der Christdemokrat. Schulleiter Wolfgang Saupp erläuterte den Sanierungsbedarf am Berufskolleg. Es gebe keine nichtöffentlichen Sitzungen, selbst die Lehrerkonferenzen fänden im Pausenraum statt. Ich erlebe das seit zehn Jahren. Wegen der Größe der Schule kostet jede Kleinigkeit eine Menge Geld, verteidigte Saupp den Kostenaufwand. Auch im Kreisausschuss stimmten SPD und Grüne gegen den Sanierungs- und Erweiterungsbeschluss. CDU und FDP stimmten für den Entwurfsplan.