WIRTSCHAFT

Zukunftsprojekt: „Bergische Ressourcenschmiede“ mit 7 Millionen Euro gefördert

pn; 01.11.2021, 19:00 Uhr
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Foto: Peter Notbohm ---- Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (Mitte) überreichte den Vertretern der TH Köln einen Förderbescheid über sieben Millionen Euro.
WIRTSCHAFT

Zukunftsprojekt: „Bergische Ressourcenschmiede“ mit 7 Millionen Euro gefördert

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pn; 01.11.2021, 19:00 Uhr
Lindlar – NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser übergab den Förderbescheid im Rahmen der Eröffnung des Forschungscluster "Circular Transformation Lab Cologne" der TH Köln auf :metabolon.

Wo kommen die Ressourcen der Zukunft her? Das Problem der endlichen Rohstoffe auf unserem Planeten zu lösen, wird eine der großen Zukunftsfragen der Menschheit. „Wir stehen vor einem ähnlichen Wandel, wie damals vor der industriellen Revolution“, meinte Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands, im Rahmen der Eröffnung des Forschungscluster "Circular Transformation Lab Cologne" der TH Köln auf :metabolon.

 

Das Projekt „Bergischer Ressourcenschmiede“ soll in den kommenden Jahren seinen Teil dazu beitragen, Lösungen zu finden. Knapp sieben Millionen Euro stellen die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen für den Aufbau auf dem ehemaligen Deponie-Standort Leppe zur Verfügung. In der Ressourcenschmiede möchten die TH Köln und der Bergische Abfallwirtschaftsverband Innovationen in den Feldern Recycling und Ressourcenschutz erforschen und deren Praxisanwendung unterstützen. Die im Rahmen des Projekts geplanten Gebäude und Infrastrukturen für Forschung, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit sollen auch selbst die Innovationen im Umgang mit Ressourcen und Recyclingmaterialien anschaulich aufzeigen.

 

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Wie bedeutsam das Projekt ist, zeigte auch die Anwesenheit des gesamten Präsidiums der TH Köln während der Übergabe des Förderbescheids. Auch NRW-Umweltministerin Ministerin Heinen-Esser betonte die Bedeutung des Projektes für den Klima- und Umweltschutz und für eine nachhaltige Entwicklung: „Eine effektive Kreislaufwirtschaft schont Ressourcen, schützt das Klima und vereint Ökonomie und Ökologie.“ Einen Förderbescheid in dieser Höhe dürfe sie nur selten vergeben, meinte die Politikerin, in diesem Fall tue sie es aber besonders gerne: „Mit dem neuen Projekt knüpfen die TH Köln und der Bergische Abfallwirtschaftsverband an das bekannte Vorgängerprojekt :metabolon an und schaffen eine wertvolle Ressourcen- und Innovationsschmiede zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft und einer nachhaltigen Transformation.“

 

Die Hälfte der Treibhausgase gehe inzwischen auf die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen zurück und sorge für 90 Prozent des Biodiversitätsverlusts. Mit dem Regionale-2025-Projekt „Bergische Ressourcenschmiede“ soll der Forschungsstandort :metabolon eine noch stärker praxisorientierte Ausrichtung erhalten. Dies zeige sich unter anderem daran, dass mit dem ersten Teilprojekt erstmals regionale Unternehmen in den Fokus genommen werden. Schwerpunkt dieses Vorhabens ist die Forschung zum Recycling von Kunststoffen und mineralischen Bauabfällen, hierfür wird unter anderem eine neue Forschungshalle gebaut. Im Rahmen des Pilotprojekts wird unter anderem ein regionales Unternehmensnetzwerk zum Thema Zirkuläre Wertschöpfung aufgebaut.
 

Landrat Jochen Hagt betonte während der Feierstunde die Bedeutung des Projekts für die Region: „Die Übergabe des Bewilligungsbescheides und die Eröffnung des Forschungsclusters stehen für eine starke Zukunftsorientierung der beiden Projektpartner BAV und TH Köln sowie für deren enge Vernetzung im Projekt Bergische Ressourcenschmiede.“ Er sei überzeugt, dass mit dem Pilotvorhaben ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung einer zirkulären Wertschöpfung im Bergischen Rheinland erfolgt: „Hiervon werden unsere Unternehmen nachhaltig profitieren.“
 

Die neuen Aktivitäten erfordern neue Gebäude, die zum Teil selbst als Musterprojekte für zirkuläres Bauen errichtet werden. Geplant sind eine Forschungshalle für neue Anlagentechnik, ein Büro- und Ausstellungsgebäude sowie zwei Demonstrationsbauten für innovative Bautechniken und -materialen.
 

Circular Transformation Lab Cologne

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das Forschungscluster Circular Transformation Lab Cologne der TH Köln offiziell eröffnet. An den unterschiedlichen Aspekten der Kreislaufwirtschaft arbeiten fast alle zwölf Fakultäten der TH Köln mit. Mit der Gründung des Forschungsclusters, so Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, „wird das Fundament für den Aufbau eines Netzwerks für angewandte Forschung in der Region gelegt. Dadurch können Wissensaustausch und Kooperation zwischen der Wissenschaft und Partnern gefördert und die Potenziale der Perspektivenvielfalt, auch über die Fachdisziplinen der TH Köln hinaus, genutzt werden. Die Hochschule stärkt auf diese Weise auch ihre Rolle im regionalen Innovationssystem.“
 
Das Circular Transformation Lab Cologne soll die Neuausrichtung der Bergischen Ressourcenschmiede unterstützen, indem es Kooperationen zwischen unterschiedlichen Instituten der Hochschule und regionalen Unternehmen progressiv fördern und unterstützen wird.

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