Bild: privat --- Christian Lindner am Rednerpult stieß nicht nur bei Guido Westerwelle (2.v.l.) auf Zustimmung.
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Westerwelle und Lindner stimmten auf Wahlkampf ein
Wiehl Beim ordentlichen Parteitag des FDP-Bezirksverbandes Köln in Wiehl sprach auch der Außenminister Guido Westerwelle, ehe der Vorstand neu gewählt wurde.
Der große NRW-Wahlkampf hat auch das Oberbergische erreicht. Am Samstag gastierte der Bezirksverband Köln im Hotel zur Post in Wiehl. Mit dabei waren unter anderem der Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle und der designierte FDP-Spitzenkandidat für die NRW-Landtagswahl Christian Lindner.Der scheidende Bezirksvorsitzende Dr. Werner Hoyer hatte sich Nachrufe auf seine mehr als zehn Jahre währende Amtszeit verbeten. Dennoch spendeten ihm die Delegierten stehende Ovationen für sein erfolgreiches politisches Wirken. Hoyer war Anfang Januar zum Präsidenten der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg ernannt worden. Sein neues Amt erlaube keine leitende Funktion in der Partei, dennoch werde er sich weiter z.B. als Delegierter auf Parteitagen engagieren, kündigte Hoyer an. 94 Prozent der Delegierten wählten den Kölner Reinhard Houben in das Amt des FDP-Bezirksvorsitzenden. Zu seinen Stellvertretern wurden Thorsten Knott sowie Ralph Bombis gekürt. Bombis setzte sich in der Abstimmung gegen Jörg von Polheim aus Hückeswagen durch, der genauso zum Beisitzer gewählt wurde wie Christopher Skerka aus Engelskirchen.
Christian Lindner zeigte in seiner Rede die Trennlinien der zur Landtagswahl antretenden Spitzenkandidaten auf. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nannte er eine Rabenmutter, die ihren Kindern nur Schulden hinterlasse. Norbert Röttgen glaube an eine politische Verbindung mit den Grünen, was aber eher einer Konfrontation zwischen Vater Staat und Mutter Erde gleiche. Die Piraten hingegen sähen sich selbst als Update der FDP. Jedermann weiß allerdings, was passiert, wenn beispielsweise eine neue Windowsversion installiert werden muss. Es funktioniert erst einmal gar nichts, gab sich der Wermelskirchener kämpferisch. Unterstützung erhielt er von Westerwelle: "Nach meinem Rücktritt als Parteivorsitzender habe ich mich in Wahlkämpfen zurückgehalten, aber hier geht es um meine Heimat.