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„Popolski Familie“ in Polka-City

vma; 18. Apr 2013, 16:25 Uhr
Bilder: Vera Marzinski --- Super Stimmung mit der Kult-Familie Popolski am Mittwochabend in der Wiehltalhalle.
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„Popolski Familie“ in Polka-City

vma; 18. Apr 2013, 16:25 Uhr
Wiehl – Alles „Polka“ bei „Der Familie Popolski“! So betitelten sie Wiehl als Polka-City und lobten das historische, alte Zelt – die Wiehltalhalle -, wo sie vor vollem Haus spielten.
Ein Familienfest auf der Bühne mit neun Popolskis erwartete die Gäste und die Party begann gleich mal mit einem Wodka für (fast) alle. Dazu der von Pavel Popolski vorgegebne Trinkspruch „Ei dobrze, dobrze dralla" – und runter damit. Wie es sich gehört, flogen die Pinnchen im hohen Bogen über die Schultern. Zum Glück handelte es sich nur um Plastik-Pinnchen. Aufgrund seines unerschütterlichen Selbstbewusstseins hatte die Familie Popolski Pavel als Kommunikator mit dem Publikum ausgelobt. Das beherrschte er perfekt.


Nach einem Gesangsspiel mit Publikum zu „Hello again“ sagten die Popolskis aus vollem Herzen „Der Familie Popolski ist angekommen“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Publikum in der vollen, warmen Wiehltalhalle ging begeistert mit. Eine kleine Kamera auf der Bühne sorgte für noch mehr Spaß, da die Aufnahmen direkt auf der Leinwand hinter der Popolski-Band zu sehen waren. Hier konnten sie auch die reichhaltige Fotoschau und kleine Filme der Popolskis verfolgen. Einer zeigte Elvis vorm Plattenbau in Zabrze mit rotem Cadillac. Der habe sich in Elvira Popolski verguckt - Ergebnis des Techtelmechtels: Elvek Popolski. Der rockte die Bühne ganz passend mit Elvis-Locke und im zweiten Teil im weißen Elvis-Nietenanzug.


[Dorota Popolski verzückte auf charmante Art und Weise insbesondere die Männer und überzeugte mit ihrer außergewöhnlichen Stimme.]  

Sehr lasziv: Dorota - im sexy Outfit mit schmachtenden Blicken und roter Perücke. Pavel Popolski klärte das Wiehler Publikum genau darüber auf, wie der charmante Polka-Mann aus Wiehl sein müsste, um bei Dorota zu landen. Die suche nämlich noch einen Mann und so mancher sei bisher auf der Strecke geblieben. Auch der nette Herr mit Schnäuzer, der auf dem Foto an der Leinwand sehr „zu Guttenberg“ ähnelte und ihr die tollen Liebesbriefe geschrieben hatte – aber leider hatte er die Texte wohl alle nur kopiert. Was ihr wichtig ist, brachte sie gesanglich mit „I’m a material girl“ und „Money, Money, Money“ auf den Punkt und betonte, sie liebe besonders Wörter wie „Aktienpaket“ oder „Zloty“.

["Chey, was ist da los?"  - Pavel Popolski managte nicht nur die Auftritte seiner Familie sondern das ganze Party-Geschehen am Donnerstagabend von der Bühne aus.]

„Ein bisschen Spaß muss sein“ ist eigentlich ein Stück von Opa Popolski laut Pavel. Danusz Popolski trug es in der von Opa Popolski vorgesehenen Mollfassung vor – einer der emotionalen Höhepunkte, als der traurigste Stimmungshit aller Zeiten erklang. Laut Pavel, der plaudernd und Wodka trinkend hinter seinem Schlagzeug bereitwillig viele, viele Geschichten rund um die Popolski-Familie erzählte, sei Opa Pjotrek Popolski Schöpfer unzähliger Meisterwerke. Darunter ,,From Zabrze with love" oder ,,Cherry, Cherry Lady", eine liebevolle Hommage an die schöne Kirschenverkäuferin in der Heimatstadt der Popolskis.

Zudem erläuterte das mitteilsame Familienoberhaupt Pavel die Vorzüge der polnischen Kultur, rief das „Neon-Beige“ des Polyesterhemds von Marek als Modefarbe der kommenden Saison aus, bezeugte die Trinkfestigkeit der eineiigen Zwillinge Henjek und Stenjek Popolski - Cousins ersten Grades und versierte Bläser -, verriet die bereits mehrfach verpatzte Polkaprüfung „der trübeste Tasse“ Bassist Janusz und stritt mit Gitarrist Mirek Popolski über die Auswahl für das Gitarrensolo. Das ging dann von „Highway to hell“ über das „Schlümpfe-Lied“ bis zu „Hänschen klein“. Eine rundum kurzweilige Show mit vielen Gags und guter Musik. Da machte dem Publikum selbst die Verzögerung nach der Pause durch die erweiterte Absperrung vor der Bühne nichts aus – kaum waren die Popolskis auf der Bühne, ging die Party weiter.
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