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"Wie gut, dass es Sie gibt"
(mho/7.12.2006-13:35) Von Martina Hoffmann
Engelskirchen - Die Gemeinde Engelskirchen zeichnete ihre Ehrenamtler in einer großen Feierstunde aus.

Das ist Bürgersinn in seiner besten Bedeutung, und deshalb ist der Ratssaal auch bestens geeignet für eine Veranstaltung, die ein Stück weit Dank und Anerkennung sein soll, eine Wertschätzung für ein Wirken, dass nicht in Geld aufzuwiegen ist und nicht hoch genug einzuschätzen ist, dankte der Engelskirchener Bürgermeister den ausgezeichneten Ehremamtlern der Gemeinde.
Wo bliebe beispielsweise all die vielen Freizeitvereine, die für unser Zusammenleben unverzichtbar sind fragte er das zahlreich erschienene Publikum. Wer würde im sozialen, karitativen, kulturellen oder kirchlichen Bereich die vielfältigen und so überaus wichtigen Aufgaben erfüllen, wenn die nach hunderttausenden zählenden freiwilligen Helfer plötzlich fehlen würden? Machte Wolfgang Oberbüscher die Bedeutung der Ehrenamtlichen Hilfe deutlich.
Dabei vergas er auch nicht die berufsständischen Organisationen, die Parteien und kommunalen Ehrenämtern zu erwähnen die viele für noch viel zu selbstverständlich erachten. Hier finden sich immer wieder Mitbürger, die bereit sind, sich für die Anliegen der Gemeinschaft einzusetzen, so Oberbüscher.

Die Inhaber dieser vielen Ehrenämter machten ohne Zweifel das gesellschaftliche Rückgrat des Lebens aus. Sie leisteten einen, wenn auch unsichtbaren, gewaltigen Beitrag zum Sozialprodukt und zum sozialen Frieden in unserer Gesellschaft, zeigte er sich überzeugt.
Geehrt wurden in diesem Jahr Ruth Fuchs aus Ründeroth, die seit über 50 Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde aktiv ist. Fuchs ist seit 1980 Mitglied des Presbyteriums und Vorsitzende des Finanzausschusses der Kirchengemeinde. Darüber hinaus hilft Sie bei der Gestaltung von Gottesdiensten und bei der Verteilung der Gemeindebriefe.
Auch Heidi Stein aus Schnellenbach die seit 15 Jahren hilfsbedürftige Menschen für die Evangelische Kirchengemeinde betreut und regelmäßig ältere und kranke Menschen besucht wurde geehrt. Stein führte auch jahrelang die Vorstandgeschäfte der Frauenhilfe und organisierte Gemeindefeste, Gemeindetage und Basare.
Auch als Presbyterin und in der Frauenhilfe aktive ist Margot Janischewski. Dreizehn Jahre führte sie den Vorsitz und zehn Jahre lang die Kassengeschäfte der Frauenhilfe. Seit 1988 ist sie Mitglied im Diakonie-Ausschuss der Kirchengemeinde Ründeroth, führt Besuchsdienstschulungen durch und vertritt die Kirchengemeinde in diakonischen Angelegenheiten auf Kirchenkreisebene, wo sie für den Geschäftsbereich Seniorenarbeit, Seniorenfreizeiten und Hilfe an alten und behinderten Menschen zuständig ist. Für ihren vielfältigen Einsatz wurde auch sie geehrt.

Fischer ist Initiator und Bauherr des Bus- und Wartehäuschens in Bellingroth und der Ruhebänke in der Umgebung; Unter seiner Regie wurde außerdem eine kleine Holzbrücke an der Agger, am Wanderweg von Bellingroth nach Ründeroth, fertig gestellt.
Bei den jährlich durchgeführten Pflege-, Müll- und Säuberungsaktionen der Dorfgemeinschaft ist er nicht nur Mitorganisator sonder auch erster Mann am Besen und hat so einen nicht unerheblichen Anteil am stets guten Abschneiden von Bellingroth im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.
Auch der Schützenverein Kaltenbach-Bellingroth, dem er seit 50 Jahren angehört, lobt ihn für die vielen Aktivitäten beim Bau und mehrmaligen Umbau an und in der Schützenhalle, für das jährliche Zimmern des hölzernen Schützenvogels sowie für die Herstellung der Kulissen für die Weihnachtsaufführung der Kinder im Schimmelhau.
Für ihre jahrelangen Einsatz bei der Lichtbrücke erhielt Cäcilie Steeger die ehren Urkunde. Mit großer Bescheidenheit wehrt sie jeden Dank ab und betont immer, dass es für sie ein Bedürfnis ist, sich für die Menschen einzusetzen, die ihr Leben im Entwicklungsland Bangladesh in extremer Armut verbringen, so Oberbüscher.
Auf dem Basar und dem Sommerfest informiert Cäcilie Steeger als Mitbegründerin der Entwicklungsbank unermüdlich die Besucher über die Projekte und wirbt für Kleinkredite für die Armen. Beim Kalenderverkauf hat Cäcilie Steeger die Initiative ergriffen und führt mit einem eigenen Team Verkaufsaktionen an Kirchen durch. Für den jährlichen Basar der Lichtbrücke scheut Sie sich auch nicht, bei den Engelskirchener Geschäftsleuten für die große Basartombola kötten zu gehen, wusste der Bürgermeister ztu berichten.

Auch als ein tolles Vorbild wurden die Helferinnen und Helfer der KJG Loope, die bei den seit 1964 insgesamt 40 durchgeführten Ferienfreizeitmaßnahmen für Kinder und Jugendliche hinter den Kulissen für eine perfekte Organisation gesorgt haben geehrt.
Stellvertretende begrüßte Oberbüscher Regina Rosin, die über 30 Jahre ehrenamtlich nicht nur als Kochfrau, sondern auch als - , Wasch- und Bügelfrau für die gesamte Küchenwäsche und die Wäsche der gut 150 Teilnehmer sorgte und auch bei der Vor- und Nachbereitung der Ferienlager tatkräftig zugepackt hat.
Zugepackt hat auch Karl-Josef Ueberberg , der die Freizeiten über 30 Jahre als Kochmann, Fahrer und Einkäufer von Lebensmitteln für und während der Freizeiten sowie als Helfer bei der Vor- und Nachbereitung der Fahrten begleitet hat.
Für all das, was sie liebe zu Ehrende geleistet haben und noch leisten, gilt Ihnen mein Dank und mein Respekt. Ich bin stolz, dass unsere Gemeinde solche Bürger hat und darf Ihnen sagen: Wie gut, dass es Sie gibt und das ich mir wünsche, dass Sie in Ihrem Engagement nicht nachlassen und das Ihr Engagement stets viele Nachahmer findet, schloss Wolfgang Oberbüscher unter Applaus. Beim musikalischen Rahmenprogramm mit der Engelskirchener Musicalgruppe, die ausschnitte ihres neusten Projektes Girls Girls Girls zu gehör brachte, klang ein `ehrenvoller` Abend aus.