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Schwelbrand mit Nebelmaschinen und geschminkte Verletzte - Johanniter übten Ernstfall

Red; 1. Jul 2008, 00:00 Uhr
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Schwelbrand mit Nebelmaschinen und geschminkte Verletzte - Johanniter übten Ernstfall

Red; 1. Jul 2008, 00:00 Uhr
(Red./16.6.2008-14:50) Wiehl - Im Wiehler Jugendzentrum fand die erste gemeinsame Übung der Wiehler Johanniter und der Freiwilligen Feuerwehr statt.
[Bilder: ptivat]


Durch eine Überlastung der Stromkreise ist im Wiehler Jugendzentrum ein Schwelbrand entstanden. Rauch quillt aus dem Energieversorgungsraum und dringt durch das Treppenhaus in alle Räume. Kinder und Jugendliche flüchten ins Freie, einige Verletzte bleiben hilflos im Gebäude zurück. Doch die Hilfe naht unverzüglich. Die Sanitätsgruppe der Wiehler Johanniter und die Löschgruppe Wiehl der Freiwilligen Feuerwehr sind Minuten später am Unfallort, sie fahren die Leiter und Schläuche aus, bergen die Opfer und behandeln die Verletzten.


Der Einsatz am Freitag, den 13. Juni, am Jugendzentrum an der Homburger Straße in Wiehl war die erste gemeinsame Übung der Wiehler Johanniter und der Feuerwehr. Vor der Übung waren einige Jugendliche der Johanniter-Jugend auf ihren Einsatz als Opfer vorbereitet worden. Versehen mit Kunstblut, Knetmasse und Wunden aus Kunststoff sorgten Alexandra Koch, Christina Scheerer und Lisa Schindler für einen täuschend echten Anblick. Der Wiehler Ausbildungsleiter und Rettungsassistent Björn Koch schminkte seinen Schwiegervater Dietmar Brieschke zum Brandopfer. „Er wartet nun im Obergeschoss mit Verbrennungen dritten Grades und einem Schädelhirntrauma auf die Retter“, erklärte Koch.



Nebelmaschinen und viele weitere Beteiligte sorgten für einen möglichst realitätsnahen Einsatz. Umstehende bekamen ein Schild mit „Schaulustig“ umgehangen, Vizestadtbrandmeister Jens Schmidt lief mit grüner Presse-Weste und Kamera durchs Gebäude und Notfallseelsorger Karl-Heinz Blasberg sprach mit Opfern und Anwohnern.

Nach Abschluss der Aktion waren alle Beteiligten überaus zufrieden. „Es war alles einwandfrei durchorganisiert und die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert", erklärte Unterbrandmeister Andreas Heuser. „Der Einsatz ist reibungslos abgelaufen", ergänzte auch Andreas Meitzner, Gruppenführer der seit eineinhalb Jahren bestehenden Johanniter-Sanitätsgruppe.

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