Bilder: Martin Hütt.
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Bärenstarke Performance der Schauspieler
Gummersbach Ein Märchen von wunderschönen Prinzessinnen und scheinbar schrecklichen Räubern zeigte gestern die Theater-AG des Gymnasium Moltkestraße bei der Premiere des Stückes Die Braut vom Bärenstein.
Von Jenny WitowskiNahezu ausverkauft war die märchenhafte Premiere des Stückes Die Braut vom Bärenstein, geschrieben von Ingo Sax, in der Aula des Gymnasium Moltkestraße. Dank brillantem Wortwitz, interessanten Charakteren und einem überraschenden Ende wird dieser Abend beim Publikum nicht so schnell in Vergessenheit geraten. Mit dem liebevoll gestalteten Bühnenbild erschien dem Publikum die mittelalterliche Zeit von Schloss Bärenstein gar nicht so fern.

[Graf Florian kann bei Prinzessin Stella nicht landen.]
Der machthungrige Harro von Bärenstein (Torben Hüster) lebt mit seiner Frau Anke (Julia Graf) und den Töchtern Stella (Miriam Kirch) und Gloria (Jessica Körfer) auf dem Familiensitz. Um seine Reichtümer zu vergrößern, ist ihm wirklich jedes Mittel recht. So will er Stella gegen ihren Willen mit dem Grafen Florian von Holk (Annika Wernicke) verheiraten, der mit seiner naiven Dummheit aber gar nicht nach Stellas Geschmack ist.
Auch die Untertanen haben unter Harro zu leiden. Nachdem einer davon seine Pacht nicht aufbringen kann, soll dieser im Schuldturm eingesperrt werden. Doch der Pachteintreiber Pietschke (Felix Kritzler) und sein Gehilfe Willy (Jonas Dick) haben Mitleid und verhelfen dem armen Mann und seiner Familie zur Flucht in den Wald. Dort treffen sie auf Sentas Räuberbande mit angeblich kannibalischen Vorlieben. Die angeblichen Unholde entpuppen sich jedoch als friedliebend. Großherzig erlauben sie den Flüchtlingen, sich ihnen anzuschließen.

[Anja Wienpahl und Reinhold Rippchen.]
Währenddessen wird im Schloss schon eifrig die Hochzeit geplant. Doch Stella kann sich immer noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, den ungeliebten Grafen zu heiraten. So fasst sie den Entschluss, sich für ein paar Tage im Wald zu verstecken. Dort trifft sie dann auf den Räuberpoeten Candidus (Angelo Pojer). Es ist Liebe auf den ersten Blick. So nimmt Candidus Stella mit ins Lager. Candidus Spießgesellen sind überhaupt nicht erpicht darauf, der Prinzessin Unterschlupf zu gewähren. Letztlich lassen sie sich dann doch umstimmen.
Stellas Verschwinden bringt den Hof in helle Aufregung. Harro ist sich sicher, dass sie von den Räubern entführt wurde, um Lösegeld zu erpressen und schwört blutige Rache. So sendet er Pietschke und Willy aus, um seinen Verdacht zu bestätigen. Sie kundschaften das Versteck aus und kidnappen im Gegenzug die Räuberstochter Birka. Als der Bande klar wird, dass Birka entführt wurde, machen sie sich auf den Weg zum Schloss, um sie zu befreien. Dort angekommen, nimmt das Stück eine dramatische Wendung. Senta (Theresa Stamm), Oberhaupt der Räuberbande, deckt völlig Unerwartetes auf
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Unter der Regie von Anja Wienpahl bewiesen die zahlreichen Schauspieler ihr Talent. Besonders Theresa Stamm als Senta und Miriam Kirch als Prinzessin Stella stachen mit ihrer Leistung in den furchtlosen Frauenrollen hervor. Auch Angelo Pojer als Candidus war unverkennbar gut besetzt. Mit seinen lustigen Reimen und seiner unbeschwerten Art begeisterte er das Publikum. Die Illusion vom Mittelalter wurde dank der liebevoll ind bis ins Detail gestalteten Kostüme perfekt abgerundet. Am Ende der Aufführung wurden die Schauspieler für ihre Darbietung vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt.
Weitere Aufführungen sind für den 17., 18., 23. und 24. März jeweils um 19 Uhr angesetzt. Der Eintritt kostet 2 .